Artikel mit dem Tag "2016"



Nero in Trier
Kulturvermittlung · 24. September 2016
Die Nachwelt geht nicht immer fair mit den Protagonisten der Geschichte um. So auch im Falle von Kaiser Nero (37-68). Die Vorstellungen von ihm, die wir alle im Kopf haben, sind überaus schillernd und in vielfacher Hinsicht negativ: Antichrist, Frauenheld, Künstler, Prunksüchtiger, Wahnsinniger, Muttersöhnchen, Machtmensch, Brandstifter, Intrigant, Tyrann, Hedonist, Schöngeist, Visionär, Volksheld, Lustmolch, Exzentriker... Neros schlechter Leumund resultiert aus den Berichte der antiken...

Mainz, Römer
Kulturvermittlung · 24. Juli 2016
Zu einem gelungenen Kulturtrip gehört für mich unbedingt der Besuch von archäologischen Stätten und Museen. Für uns Archäologen gilt nämlich: Sightseeing is siteseeing. Wir kommen halt nicht raus aus unserer Haut und können es nicht lassen auch in der Freizeit Dinge anzuschauen, die mit dem Beruf zu tun haben. So sind wir halt... Das römische Mainz verdient einen Blick oder besser gleich mehrere! Es gibt nämlich im Vergleich mit vielen anderen Orten mit römischen Wurzeln eine ganze...

Man soll ja bloß nicht glauben, dass Archäologen permanent neue Ausgrabungen durchführen müssen, um den Forschungsstand zu erweitern. Es reicht oft schon völlig aus die Fundarchive von Museen oder der Bodendenkmalpflege zu sichten. Dort ruhen viele Objekte, die häufig kaum bekannt oder gar abschließend wissenschaftlich ausgewertet sind. Zuweilen kann man auf diesem Wege ungeahnte Entdeckungen machen. Auf ein solches Stück stieß ich während meiner Arbeit an der Neukonzeption der...

Kulturvermittlung · 16. Mai 2016
Am 3. März dieses Jahres veröffentlichte der "Standard" in seinem Online-Angebot einen Artikel über die Social-Media-Nutzung Wiener Museen. Die Bilanz fällt dabei positiv aus. Professionelles Marketing im Internet sei für die Kulturinstitutionen mittlerweile ein unverzichtbares Instrument der Öffentlichkeitsarbeit, das aber nicht "nebenher erledigt" werden könne. Der Erfolg sei darauf zurückzuführen, dass Geld investiert und die Angelegenheit in professionelle Hände gelegt worden sei....

Gedanken zur Archäologie · 12. April 2016
Jürgen Krakor, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger in Mecklenburg-Vorpommern, machte mich nach der Veröffentlichung des 2. Teils der kleinen Serie dankenswerter Weise auf die Seite www.bodendenkmalpfleger.de aufmerksam. Dieses gab mir den Anlass weiter die archäologische Blogosphäre zu betrachten und zwar nun im Hinblick auf die Aktivitäten von Laien und Ehrenamtlichen. Gemeint sind hiermit Personen, die ihrem Interesse an Archäologie und Geschichte auf legalem Wege nachgehen, also mit den...

Gedanken zur Archäologie · 06. April 2016
Nachdem ich im letzten Beitrag die Blogaktivitäten der archäologischen Museen vorgestellt habe, möchte ich nun die der deutschen Bodendenkmalpflegeämter näher beleuchten. Das Betreiben einer solchen Plattform (und sonstiger Social Media-Auftritte) zur Selbstdarstellung bildet ein niederschwelliges Angebot für Bürger-/innen, um sich über die Aufgaben, Tätigkeiten, Fragen bzw. Probleme des denkmalpflegerischen Berufsalltags zu informieren. Folgende Blogs sind Teil der...

Gedanken zur Archäologie · 26. März 2016
Was mich während der Gestaltung der neuen Frühmittelalter-Abteilung im Rüsselsheimer Museum noch bewegte, war die Frage, ob über den Entstehungsprozess einer archäologischen Ausstellungen bereits einmal in einem Blog berichtet wurde. Schließlich ist die Verwirklichung eines Ausstellungsprojektes ein spannender Vorgang, der sehr kreativ ist, der aber auch mit Irrungen und Wirrungen einhergeht. Er verlangt von allen Beteiligten viel Sitzfleisch, eine große Bereitschaft zur Kommunikation...

Aus der Arbeit von ArchaeoZeit · 09. März 2016
Kurz gesagt: Nix! Der Ortsname hat rein gar nichts mit den prägnanten Nasenorganen von Dickhäutern zu tun und für alle Scherzkekse und Freunde des schlüpfrigen Humors sei außerdem noch bemerkt: Rüsselsheim ist auch keine Umschreibung einer Herrenunterhose. Damit hätten wir das auch geklärt. Woher kommt der Name also? Er leitet sich von "Rucile(n)sheim" ab, was soviel bedeutet wie Heim/Siedlung eines (gewissen Herrn) Rucilin. Bei diesem dürfte es sich wohl um den Ortsgründer handeln....