In eigener Sache

MUTige Frauen - ArchaeoZeit beim Speeddating

Ausbeute vom Speeddating - Visitenkarten Mainzer Unternehmerinnen (Foto: J. Zerres)
Ausbeute vom Speeddating - Visitenkarten Mainzer Unternehmerinnen (Foto: J. Zerres)

Gestern Abend fand im "Haus des Deutschen Weines", einem Lokal  in der Mainzer Innenstadt das erste  "Speeddating" des MUT-Mainzer Unternehmerinnentreffs e. V. statt. In diesem Verein haben sich Unternehmerinnen, selbständig und freiberuflich tätige Frauen aus unterschiedlichsten Branchen und Berufen aus Mainz und Umgebung zusammengeschlossen. "MUT" versteht sich als Plattform für den gegenseitigen Austausch bei Fragen rund um die Bewältigung der alltäglichen Anforderungen der Selbständigkeit. Der Name ist Programm. Mut-Frauen sind mutig und machen sich Mut. Einmal pro Monat finden Treffen statt. Dabei werden Vorträge gehalten, Feste gefeiert, es finden kulturelle Events wie Führungen statt oder es wird einfach nur einem bei guten Essen geplauscht und genetzwerkt. Beim gestrigen "Speeddating" ging es nun konkret darum, andere Teilnehmerinnen erstmals oder besser kennen zu lernen. Dreißig Frauen saßen sich an Tischen und hatten jeweils drei Minuten Zeit sich dem Gegenüber vorzustellen, Austausch von Visitenkarten inklusive (s. Foto). Da traf also die Malermeisterin auf die Psychotherapeutin, die Werbetexterin auf die Architektin, die Mediengestalterin auf die Rechtsanwältin oder eben die Archäologin... Als solche ist man natürlich in einer solchen Runde der bunte Hund ( Die KollegInnen kennen das.). Nach Ablauf der Zeit wurden die Plätze gewechselt und die Gespräche von Neuem begonnen. Es war ein interessanter Abend, der mir viele neue und überraschende Perspektiven auf das Berufsleben anderer Menschen lieferte und bei dem ich nützliche und vielfältige Kontakte geknüpft habe .  

Mehr Info über MUT gibt's hier

 

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Unterwegs mit ArchaeoZeit - Eine Exkursion in den Archäologischen Park Xanten

Xanten, Archäologie, Museum
Römerfans im APX

"Lass uns doch mal nach Xanten fahren!", meinte meine Freundin Regina vor einiger Zeit. Kein Problem! Schließlich handelt es sich um eines meiner Leib- und Magenthemen in der Provinzialrömischen Archäologie, denn ich habe über die Ausgrabungen, die zur Rekonstruktion des Hafentempels führten meine Doktorarbeit geschrieben. 

Regina sammelte ein Grüppchen munterer und wissensdurstiger Römerfans um sich und los ging's. Der Wettergott schien allerdings nur bedingt ein Xanten-Fan zu sein und überschüttet uns zeitweise heftig. Aber echte Römerfans lassen sich durch nichts abschrecken!

Zunächst besichtigten wir das RömerMuseum, das sich nicht nur durch seine spektakuläre Architektur auszeichnet, sondern auch durch eine moderne Ausstellungskonzeption. Diese machte es mir leicht die Geschichte der römischen Besiedlung von Xanten kompakt und übersichtlich zu vermitteln. 

Nach dem fast zweistündigem Kulturgenuss stärkten wir uns im nahegelegen Café. Mit dem neugewonnenen Wissen starteten wir danach den Rundgang durch den Park, der mit seinen zahlreichen Rekonstruktionen alleine schon ein nachmittagfüllendes Programm bietet. An diesem Wochenende (25./26.6.2016) fand zudem noch das alljährliche Römerfest "Schwerter, Brot und Spiele" im Archäologischen Park statt, bei dem eine Reihe von Reenactment-Gruppen aus verschiedenen Ländern auftreten. Legionäre marschieren auf, zeigen Lagerleben und Kampftechniken, Handwerker lassen sich über die Schulter gucken, Gladiatoren kämpfen in der Arena und Köstlichkeiten aus der Römerküche können probiert werden. Es gibt zahlreiche Mitmachaktionen für Klein und Groß, die die römische Alltagskultur lebendig werden lassen. Die Veranstaltung mit ca. 400 Mitwirkenden erwies sich als ein echter Mehrwert für die Exkursion. Ein Besuch des Xantener Domes und ein leckeres Abendessen beim Italiener in der Innenstadt rundeten diesen erlebnisreichen Tag ab. 

 

Interner Link

Weitere Info: www.lvr.apx.de

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Frischer Wind aus Mainz - Neuer Blick auf altbekannte archäologische Funde und neue Vermittlungsformen

Ausstellungsplakat (Foto: S. Steidl / RGZM)
Ausstellungsplakat (Foto: S. Steidl / RGZM)

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz befindet sich auf dem Weg zum neuen Museum und beschreitet schon im Vorfeld des Bezuges eines Neubaus mit seiner "Intervention" "Codes der Macht - Mit 16 auf den Thron" in dopplelter Hinsicht ganz neue Wege. Zunächst einmal beleuchtet die Ausstellung im Kurfürstlichen Schloss einen altbekannten Fundkomplex, nämlich das Grab des Frankenkönigs Childerich (5. Jh.) aus einer bisher kaum beachteten Perspektive, nämlich aus der des Sohnes Chlodwig. Wie nutzt der junge Mann die Bestattungsfeierlichkeiten für seinen Vater, um seinen Anspruch auf den Thron vor seinen Zeitgenossen zu demonstrieren? Die Ausstellung wird von einer Medienkampgane unter Einsatz von sozialen Medien begleitet, die zukunftsweisend in der musealen Vermittlung sein könnte.

ArchaeoZeit hat sich die Sache angeschaut und darüber einen Beitrag für die Website "zukunft-museum.de" geschrieben. Hier präsentieren verschiedene Autoren in kurzen Beiträgen neue Konzepte für Ausstellungen, Vermittlung und Finanzierung.

Weitere Infos zur Ausstellung: www.codes-der-macht.de

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Traum und Mythos - Der Beginn von ArchaeoZeit

Eine ausgeschlafene Idee. (Foto: Wokandapix via pixabay.de, Lizenz: CC0)
Eine ausgeschlafene Idee. (Foto: Wokandapix via pixabay.de, Lizenz: CC0)

Wer etwas auf sich hält, pflegt einen Gründungsmythos: Rom hat Romulus und Remus, Karthago hat Dido und das Rinderfell, Apple Steve Jobs und eine Garage und Facebook einen liebeskummergeplagten Nerd. Und ArchæoZeit? Es beginnt mit einem Traum und mir. In einer lauen Sommernacht des Jahres 2015 träumte ich (kein Witz!), dass ich eine Firma für archäologische Dienstleistungen gründe. Auch der Name und der Slogan wurden mir von Hypnos und seinen Kindern, den Göttern des Traums praktischerweise gleich mitgeliefert: "ArchæoZeit" und "Wir haben Zeit für Archäologie". Frisch erwacht stürzte ich zum Computer, um den Namen zu googeln. Der könnte ja schon anderweitig vergeben sein: Negativ! Also positiv für mich. Auch die Suche in den Datenbanken des Patentamtes München und des Handelsregisters ergab keinen Hinweis. Der Name ist also frei.  Das "Wir" im Slogan ist übrigens in die Zukunft gedacht. Eventuell gibt es irgendwann auch mal Mitarbeiter, sofern meine Firma so erfolgreich wird wie Rom, Karthago (nun ja: zeitweise), Apple und Facebook. Always think big ! ;-)

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