Römerzeit

Naumachie - Die Inszenierung der ruhmreichen Vergangenheit. Ein Beitrag zur Blogparade #DHMMeer

"La naumaquiao" (Öl auf Leinwand). So stellte sich der spanische Maler Ulpiano Checa eine inszenierte Seeschlacht im Amphitheater vor. Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
"La naumaquiao" (Öl auf Leinwand). So stellte sich der spanische Maler Ulpiano Checa eine inszenierte Seeschlacht im Amphitheater vor. Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Das Meer und die Römer - dieses Thema alleine liefert schon eine unüberschaubare Fülle von Stoff zu #DHMMeer. Die Zahl der Implikationen würde schon eine eigene Blogparade rechtfertigen. Schließlich reichte das Imperium romanum in seiner größten Ausdehnung 117 n. Chr. vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer und von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Letzteres nannten die Römer "mare nostrum", unser Meer, da es vom römisch beherrschten Gebiet  vollständig umschlossen wurde. 

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Zwischen lieb und fies - Die Trierer Ausstellungs-Trilogie zu Nero

Nero in Trier
Wer möchte mal mitspielen im kaiserlichen Intriganten-Stadl? Das Stadtmuseum Simeonstift hält Masken für das Besucher-Selfie bereit ( v. l. n. r.): Agrippina Minor, Nero, Seneca, Poppea Sabina und noch mal Nero (Foto: J. Zerres)

Die Nachwelt geht nicht immer fair mit den Protagonisten der Geschichte um. So auch im Falle von Kaiser Nero (37-68). Die Vorstellungen von ihm, die wir alle im Kopf haben, sind überaus schillernd und in vielfacher Hinsicht negativ: Antichrist, Frauenheld, Künstler, Prunksüchtiger, Wahnsinniger, Muttersöhnchen, Machtmensch, Brandstifter, Intrigant, Tyrann, Hedonist, Schöngeist, Visionär, Volksheld, Lustmolch, Exzentriker... Neros schlechter Leumund resultiert aus den Berichte der antiken Autoren Plinius d. J., Tacitus, Cassius Dio und Sueton. Allesamt waren sie Aristokraten und den Angehörigen dieser Gruppe hatte der Herrscher mehrfach übel mitgespielt. So ist es leicht zu verstehen, welcher Groll hinter der Negativ-PR steckt. Auch die frühchristliche Propaganda leistete ihren Beitrag, um Neros Ruf endgültig zu verderben. Aber was ist wirklich wahr, was ist gelogen? Die Antworten auf diese Fragen gibt es derzeit  in Trier. Hier wird in einer dreiteiligen Ausstellung das Nero-Bild im Spiegel neuerer altertumskundlicher Forschung und künstlerischer Reflexion einer Generalüberprüfung und Feinjustierung unterzogen. 

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Das römische Mainz für Fortgeschrittene - Ein Beitrag zur Blogparade: Mein Kulturtrip im Sommer für Dich - #KultTrip

Mainz, Römer
Zaun des Baugeländes des neuen Archäologischen Zentrums in Mainz (Foto: J. Zerres)

Zu einem gelungenen Kulturtrip gehört für mich unbedingt der Besuch von archäologischen Stätten und Museen. Für uns Archäologen gilt nämlich: Sightseeing is siteseeing.  Wir kommen halt nicht raus aus unserer Haut und können es nicht lassen auch in der Freizeit Dinge anzuschauen, die mit dem Beruf zu tun haben.  So sind wir halt...

Das römische Mainz verdient einen Blick oder besser gleich mehrere! Es gibt nämlich im Vergleich  mit vielen anderen Orten mit römischen Wurzeln eine ganze Menge zu sehen. Vieles davon ist ungewöhnlich, einmalig. Die Stätten geben eine Idee von der Bedeutung und Größe der einstigen Garnisons- und Provinzhauptstadt. Meines Erachtens muss Mainz im puncto "Bedeutende Zeugnisse der Römerzeit" den Vergleich mit Trier nicht scheuen. Allerdings sind die hiesigen archäologischen Stätten bis auf wenige Ausnahmen - im Gegensatz zu den Trierer Monumenten -  alles andere als gut präsentiert und für den Tourismus aufbereitet. Mit dem Aufstellen von Wegweisern oder Informationstafeln ist man hier recht zurückhaltend. Zuweilen wirken einige Stätten etwas vernachlässigt und verwildert. Dabei ließe sich in Sachen Attraktivität für Touristen (und Einheimische) ein ganze Menge machen. Als Fan digitaler Medien  könnte ich mir z. B. eine App vorstellen, mit der die Besucher auf Besichtigungstour gehen könnten. Ich kann bei bestem Willen nicht alle Informationen zum römischen Mainz hier in diesen Bericht packen. Das würde den Rahmen sprengen. Es sind aber weitergehenden Informationen zu einzelnen Besichtigungspunkten verlinkt. Es empfiehlt sich also mit dem Smartphone/Tablet unterwegs zu sein und an Ort und Stelle weitere Infos abzurufen.

Links: Hie

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