Kulturvermittlung · 06. Oktober 2017
Mein Beitrag zur Blogparade #Kultblick. Der Blick auf Kultur durch die Brille einer Archäologin - gestern und heute

Rollsiegel Iran
Kulturvermittlung · 13. April 2017
Rezension zur Ausstellung "Iran.Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste" in der Bundeskunsthalle Bonn.

Rathaus, Köln, Ausgrabungen, Miqua
Kulturvermittlung · 18. März 2017
Als Beobachterin der archäologischen Blogosphäre (und natürlich auch als Köln-Fan) freue ich mich, dass "MiQua - LVR - Jüdisches Museum im archäologischen Quartier" einen Blog ins Leben gerufen hat. Der Name MiQua für das neue Museum mag für manchen etwas seltsam klingen. Möglicherweise erinnert er auch an die "Mikwe", also an das jüdische Ritualbad, das Teil des mittelalterlichen jüdischen Viertels von Köln war. Die Abkürzung steht aber für "Mitten im Quartier". Der im Aufbau...

Aus der Arbeit von ArchaeoZeit · 02. März 2017
Der Mediziner und Kabarettist Eckart von Hirschhausen berichtet in seinem Buch "Glück kommt selten allein..." über seine Zeit als Kinderarzt an der Charité in Berlin und von seiner ersten Begegnung mit dem "Gesetz der umgekehrten Bedürftigkeit": "Welche Eltern bringen ihre Kinder pünktlich zu allen Untersuchungen? Die, die sich sowieso schon kümmern. Das sind nicht die Familien, die den Arzt am dringendsten brauchen." (von Hirschhausen 2009, 31). Aufgrund dieser Erfahrung beschloss er...

Nero in Trier
Kulturvermittlung · 24. September 2016
Die Nachwelt geht nicht immer fair mit den Protagonisten der Geschichte um. So auch im Falle von Kaiser Nero (37-68). Die Vorstellungen von ihm, die wir alle im Kopf haben, sind überaus schillernd und in vielfacher Hinsicht negativ: Antichrist, Frauenheld, Künstler, Prunksüchtiger, Wahnsinniger, Muttersöhnchen, Machtmensch, Brandstifter, Intrigant, Tyrann, Hedonist, Schöngeist, Visionär, Volksheld, Lustmolch, Exzentriker... Neros schlechter Leumund resultiert aus den Berichte der antiken...

Mainz, Römer
Kulturvermittlung · 24. Juli 2016
Zu einem gelungenen Kulturtrip gehört für mich unbedingt der Besuch von archäologischen Stätten und Museen. Für uns Archäologen gilt nämlich: Sightseeing is siteseeing. Wir kommen halt nicht raus aus unserer Haut und können es nicht lassen auch in der Freizeit Dinge anzuschauen, die mit dem Beruf zu tun haben. So sind wir halt... Das römische Mainz verdient einen Blick oder besser gleich mehrere! Es gibt nämlich im Vergleich mit vielen anderen Orten mit römischen Wurzeln eine ganze...

Inschriften Römer Latein Epigraphik
Lateinische Inschriften? Iiiihhhh!!!! Aber allen Lateinmuffeln, die so denken, sei versichert: Es gibt Hoffnung, denn die Sache ist halb so wild! Der Schatz an Vokabeln, der hierfür benötigt wird, ist noch deutlich geringer als der, den man für die Lektüre von Cäsars berühmt-berüchtigtem "De bello gallico" auf der Pfanne haben muss. Auch das Auftreten von perfiden grammatischen Gemeinheiten und von Satzungetümen à la Cicero sind nicht zu erwarten. Was die Sache - zugegebenermaßen -...

Xanten, Archäologie, Museum
"Lass uns doch mal nach Xanten fahren!", meinte meine Freundin Regina vor einiger Zeit. Kein Problem! Schließlich handelt es sich um eines meiner Leib- und Magenthemen in der Provinzialrömischen Archäologie, denn ich habe über die Ausgrabungen, die zur Rekonstruktion des Hafentempels führten meine Doktorarbeit geschrieben. Regina sammelte ein Grüppchen munterer und wissensdurstiger Römerfans um sich und los ging's. Der Wettergott schien allerdings nur bedingt ein Xanten-Fan zu sein und...

Kulturvermittlung · 08. Juni 2016
Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz befindet sich auf dem Weg zum neuen Museum und beschreitet schon im Vorfeld des Bezuges eines Neubaus mit seiner "Intervention" "Codes der Macht - Mit 16 auf den Thron" in dopplelter Hinsicht ganz neue Wege. Zunächst einmal beleuchtet die Ausstellung im Kurfürstlichen Schloss einen altbekannten Fundkomplex, nämlich das Grab des Frankenkönigs Childerich (5. Jh.) aus einer bisher kaum beachteten Perspektive, nämlich aus der des Sohnes Chlodwig....

Man soll ja bloß nicht glauben, dass Archäologen permanent neue Ausgrabungen durchführen müssen, um den Forschungsstand zu erweitern. Es reicht oft schon völlig aus die Fundarchive von Museen oder der Bodendenkmalpflege zu sichten. Dort ruhen viele Objekte, die häufig kaum bekannt oder gar abschließend wissenschaftlich ausgewertet sind. Zuweilen kann man auf diesem Wege ungeahnte Entdeckungen machen. Auf ein solches Stück stieß ich während meiner Arbeit an der Neukonzeption der...

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