Aus der Arbeit von ArchaeoZeit

Aus der Arbeit von ArchaeoZeit · 02. März 2017
Der Mediziner und Kabarettist Eckart von Hirschhausen berichtet in seinem Buch "Glück kommt selten allein..." über seine Zeit als Kinderarzt an der Charité in Berlin und von seiner ersten Begegnung mit dem "Gesetz der umgekehrten Bedürftigkeit": "Welche Eltern bringen ihre Kinder pünktlich zu allen Untersuchungen? Die, die sich sowieso schon kümmern. Das sind nicht die Familien, die den Arzt am dringendsten brauchen." (von Hirschhausen 2009, 31). Aufgrund dieser Erfahrung beschloss er...

Inschriften Römer Latein Epigraphik
Lateinische Inschriften? Iiiihhhh!!!! Aber allen Lateinmuffeln, die so denken, sei versichert: Es gibt Hoffnung, denn die Sache ist halb so wild! Der Schatz an Vokabeln, der hierfür benötigt wird, ist noch deutlich geringer als der, den man für die Lektüre von Cäsars berühmt-berüchtigtem "De bello gallico" auf der Pfanne haben muss. Auch das Auftreten von perfiden grammatischen Gemeinheiten und von Satzungetümen à la Cicero sind nicht zu erwarten. Was die Sache - zugegebenermaßen -...

Xanten, Archäologie, Museum
"Lass uns doch mal nach Xanten fahren!", meinte meine Freundin Regina vor einiger Zeit. Kein Problem! Schließlich handelt es sich um eines meiner Leib- und Magenthemen in der Provinzialrömischen Archäologie, denn ich habe über die Ausgrabungen, die zur Rekonstruktion des Hafentempels führten meine Doktorarbeit geschrieben. Regina sammelte ein Grüppchen munterer und wissensdurstiger Römerfans um sich und los ging's. Der Wettergott schien allerdings nur bedingt ein Xanten-Fan zu sein und...

Man soll ja bloß nicht glauben, dass Archäologen permanent neue Ausgrabungen durchführen müssen, um den Forschungsstand zu erweitern. Es reicht oft schon völlig aus die Fundarchive von Museen oder der Bodendenkmalpflege zu sichten. Dort ruhen viele Objekte, die häufig kaum bekannt oder gar abschließend wissenschaftlich ausgewertet sind. Zuweilen kann man auf diesem Wege ungeahnte Entdeckungen machen. Auf ein solches Stück stieß ich während meiner Arbeit an der Neukonzeption der...

Aus der Arbeit von ArchaeoZeit · 09. März 2016
Kurz gesagt: Nix! Der Ortsname hat rein gar nichts mit den prägnanten Nasenorganen von Dickhäutern zu tun und für alle Scherzkekse und Freunde des schlüpfrigen Humors sei außerdem noch bemerkt: Rüsselsheim ist auch keine Umschreibung einer Herrenunterhose. Damit hätten wir das auch geklärt. Woher kommt der Name also? Er leitet sich von "Rucile(n)sheim" ab, was soviel bedeutet wie Heim/Siedlung eines (gewissen Herrn) Rucilin. Bei diesem dürfte es sich wohl um den Ortsgründer handeln....

Aus der Arbeit von ArchaeoZeit · 07. Februar 2016
Wer etwas auf sich hält, pflegt einen Gründungsmythos: Rom hat Romulus und Remus, Karthago hat Dido und das Rinderfell, Apple Steve Jobs und eine Garage und Facebook einen liebeskummergeplagten Nerd. Und ArchæoZeit? Es beginnt mit einem Traum und mir. In einer lauen Sommernacht des Jahres 2015 träumte ich (kein Witz!), dass ich eine Firma für archäologische Dienstleistungen gründe. Auch der Name und der Slogan wurden mir von Hypnos und seinen Kindern, den Göttern des Traums...